BDI nimmt 40-Prozent-Ziel mit großem Interesse zur Kenntnis (Pressemitteilung des BDI)

BDI nimmt 40-Prozent-Ziel mit großem Interesse zur Kenntnis (Pressemitteilung des BDI)

26. April 2007

„Der BDI hat die von Bundesminister Gabriel in seiner Regierungserklärung dargelegten Ziele mit großem Interesse zur Kenntnis genommen“, sagte der BDI-Präsident Jürgen R. Thumann. „Wir stehen vor der enormen Herausforderung, eine Brücke in eine CO2-arme Zukunft zu errichten.“ Die deutsche Wirtschaft werde weiterhin ihren Beitrag zur weltweiten Bekämpfung des weltweiten Klimawandels leisten und ihre Lösungskompetenz mit ambitionierten Zielen vor allem auf den Feldern Energieerzeugung, Energienutzung und Mobilität deutlich machen. „Ich möchte betonen, dass wir in diesem Bereich auch weiterhin unsere Hausaufgaben machen werden“, so Thumann.

Um die besondere Verantwortung der deutschen Wirtschaft für den Klimaschutz zu unterstreichen, haben sich führende Unternehmerpersönlichkeiten unter dem Dach des BDI zur Initiative „Wirtschaft für Klimaschutz“ zusammengeschlossen. Mit Blick auf die von Bundesminister Gabriel geforderte Fortsetzung der Vorreiterrolle Deutschlands merkte Thumann an, dass die bisher bereits geschulterten drei Viertel der EU-Minderung zu einem wesentlichen Teil durch die Wiedervereinigungseffekte und Investitionsanstrengungen erreicht worden seien: „Ich weise darauf hin, dass diese in der Form nicht wiederholbar sind.“

Thumann weiter:„Verantwortung für weltweiten Klimaschutz zu übernehmen heißt auch, Verantwortung für wirtschaftliches Wachstum zu übernehmen. Und zwar weltweit.“ Es komme deshalb darauf an, einen Paradig-menwechsel in der Klimaschutzperspektive zu erzielen. Darum habe sich der BDI auch mit dem gestern stattgefundenen BDI G8 Business Summit bemüht, zu dem auf Einladung des BDI erstmalig die Industriepräsidenten der G8-Länder zusammen gekommen sind. „Auf dem BDI G8 Business Summit haben wir gemeinsam für eine langfristige Perspektive geworben, die die Herausforderung des Klimaschutzes mit der wachsenden weltweiten Energienachfrage vereinbaren kann.“ Die Handlungsempfehlungen in Form der BDI G8 Business Declaration wurden Bundeskanzlerin Merkel im Vorfeld des G8-Gipfels im Juni in Heiligendamm auf dem Business Summit überreicht.

Thumann sprach von der Notwendigkeit, neben einem politischen Forderungskatalog auch die politischen Rahmenbedingungen für den wirtschaftlichen Erfolg klimaschutzfördernder Produkte und Dienstleistungen sicherzu-stellen. „Es wird leider oft übersehen, dass diese zwar in deutschen Unternehmen entwickelt werden - um weltweit erfolgreich zu sein, müssen sie jedoch die Akzeptanz am Markt finden und mit Gewinn verkaufsfähig sein. Deshalb fordern wir weltweit offene Märkte und weltweit Investitionsfreiheit. Was wir auch dringender denn je brauchen, ist ein Paradigmenwechsel in der Perspektive. Der Klimaschutz ist ein globales Problem und muss global gelöst werden.“ so Thumann.

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