DI-Präsident Thumann zu den Ergebnissen des Europäischen Rates: "Gemeinsam Wege zur Umsetzung der Klimaziele erarbeiten" (Pressemitteilung des BDI)

DI-Präsident Thumann zu den Ergebnissen des Europäischen Rates: "Gemeinsam Wege zur Umsetzung der Klimaziele erarbeiten" (Pressemitteilung des BDI)

9. März 2007

„Europa nimmt sich für den Klimaschutz ein sehr großes Ziel vor. Die Industrie wird Ihre Kompetenz und Technik für die Lösung der Aufgaben zur Verfügung stellen. Dabei vertrauen wir darauf, dass die Bundesregierung jetzt alles daran setzt, für eine gleichmäßige EU-interne Lastenverteilung zu sorgen, damit das heute beschlossene, äußerst ambitionierte Klimaziel er-reicht werden kann. Ganz wesentlich wird es zudem darum gehen, im Rahmen der neuen transatlantischen Wirtschaftspartnerschaft dafür Sorge zu tragen, dass die gemeinsame Technologie-Offensive vorangetrieben wird. Ziel muss es sein, alle großen Emittenten mit ins Boot zu holen, d. h. neben Europa und den USA auch China und Indien.“ Dies erklärte BDI-Präsident Jürgen R. Thumann anlässlich der Bekanntgabe der Ergebnisse des Europä-ischen Rates.

„Die deutsche Wirtschaft ist weltweit führend bei Technologien zum Klimaschutz. In ihrer jüngst verabschiedeten BDI-Initiative ‘Wirtschaft für Klimaschutz’ hat die deutsche Industrie sich bereit erklärt, gemeinsam mit der Politik Lösungen für das Klimaproblem zu suchen“, so Thumann.

Als positiv wertete Thumann die ausdrückliche Festlegung der nationalen Souveränität bei der Gestaltung des Energiemixes. Die Sicherung der Zu-kunft hänge in Deutschland maßgeblich von dem breit gefächerten Einsatz von Energieträgern ab. „Ein größerer Anteil erneuerbarer Energien erhöht zwar die Unabhängigkeit der Energieversorgung durch Nutzung heimischer Ressourcen, erfordert aber einen Schub für Innovationen und Technologien. Im Hinblick auf die erneuerbaren Energien benötigen wir ein konsistentes Förderkonzept, das gewährleistet, dass sich diese mittelfristig ohne Subventionen auf dem Energiemarkt behaupten können“, so Thumann.

Die zur Erreichung der ambitionierten Klimaziele erforderlichen Technologieschübe könne man jedoch nicht einfach verordnen. „Sie erfordern eine stärkere Fokussierung der Forschungspolitik auf sämtliche Ansatzpunkte zur weiteren Steigerung der Energieeffizienz. Dazu gehören beispielsweise die Entwicklung neuer Kraftwerke, effizienter Antriebssysteme, Maßnahmen zur Gebäudetechnik, zur Wärmedämmung, usw.“, erklärte Thumann.

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